Mein alter Freund

Berührt von Dir und Deinem Lebensweg,

hänge ich nun unseren Gesprächen nach und vermisse Dich.

 

Denke, Du kommst bald um die Ecke.

Hoffe, Du fragst gleich, ob ich auch einen Frappe´ möchte.

Glaube, Du bist nur kurz schwimmen.

 

Ich durfte Dir mein neues Leben zeigen, voller Stolz!

Jeden geliebten Gebirgszug, Lefka Ori.

Jede Lieblingstaverne, jeden Strand, jede Pflanze, meine Katzen.

Was ich liebe, liebst du nun auch.

 

Die Tage mit Dir vergingen langsam und doch zu schnell.

 

Ich weiß, wir sehen uns wieder.

Immer wieder, in diesem Leben und auch in einem anderen.

Wo auch immer. Mein Herz ist offen.

 

Wie schön, dass es Dich gibt.

 

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Angst

Erneut muss sie fliegen, das neue Leben auf der schönen Insel hat seinen Preis.

Viel Zeit geht mit reisen, fliegen, warten an Flughäfen drauf.

Aber heute,

nach den gestrigen, widerwärtigen Anschlägen in Brüssel, hat sie das erste Mal tatsächlich Angst.
Die Bedrohung rückt näher und näher.

 

Sie versucht, nur wenig Zeit am Berliner Flughafen zu verbringen.

Also, eher kurz vor knapp hinfahren.

Taxi oder U-Bahn?
Nur mit Handgepäck, schnell einchecken und hoch in die Luft. 
In der Luft fühlt sie sich gerade sicherer als auf der Erde.

Verdrehte Welt.
Verdrehte Menschen.

Was wäre wenn?

Dieses Mal muss sie beim Landen weinen.

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Regensonntag

Mein letzter Sonntag in Berlin,

ein Regensonntag.
Mal wieder mit meinen Kaffee in der Hand, mal wieder einen "Müh" zu spät.
Mit mir ringend, ob ich mir ein Taxi gönne. Nur einmal, weil Sonntag ist.

Nein, zu teuer, das kleine Stück...komm schon!
Mich der Vernunftstimme ergebend, eile ich zur Straßenbahn,

meine Schnappatmung ist auch dabei.
Der Kaffeedeckel hält nicht, alles schwappt auf meine Jacke. Atmen.

...

Die Straßenbahn fällt heute aus.
Ersatzverkehr irgendwo im Nirgendwo, ich versteh das Schild nicht mal.
Der Taxifahrer gegenüber lächelt mich an. Na gut.
Voller Trotz gegen die ganze Welt nehme ich mir ein Taxi. 10 Euro.
Jetzt hab ich es der Welt aber gezeigt.

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Berlin

Mein Berlin,
meine alte, große Liebe.
Vertraut, immer bereit, mich wieder in die Arme zu schließen. Mich zurück zu lieben.
Aber, auch verschlingend, mich aussaugend, bis nichts mehr von mir übrig bleibt.
Mein Herz schlägt schneller, mein Atem ist flacher. Meine Schritte eilen übers Pflaster. ...
Überall fühle ich mehr Tempo.
Plötzlich kann ich wieder Multitasking.
Während ich auf die U Bahn warte, einen Coffee-to-go in der Hand balancierend, schaue ich in den Kalender auf meinen Knien und schreibe jemandem eine Antwort-Whatsapp. Dabei denke ich an meinen nächsten Termin und spüre mich fast nicht mehr.
Alte Lieben gehören zum Leben und Du gehörst in mein Leben.
Aber,

alle alten Lieben treten irgendwann mehr und mehr in den Hintergrund.
Es wird Zeit.
Du Berlin, Du.

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