16. Februar 2018
Hier oben, hoch über den Wolken und über Grönland, holpert das Flugzeug jedes Mal so, dass nicht nur das Anschnallzeichen anspringt, sondern auch meine Angst. Ich beruhige mich mit gewohnten Worten. Alles gut. Fliegen ist totsicher. Trink einen Wein. Und wenn du jetzt sterben sollst, dann soll es so sein. Trink noch ein Glas Wein. Seit dem Abflug in Amsterdam, vor vier Stunden, habe ich schon ein Buch ausgelesen, zwei Filme geschaut, Mittag gegessen und mich vorbildlich hin und her bewegt....
16. Februar 2018
Neben den sonnigen, milden Tagen im toskanischen Winter, an denen wir in der Sonne un caffè oder spritz trinken, ans Meer fahren oder einfach auf unserer Terrasse sitzen und in die Hügel schauen, gibt es auch die anderen. Die schlimmen Tage. Neblig- graue, regnerische, mittelkalte Tage. Alles so mittel. Mittelschön. Garnichtschön. Eigentlich häßlich. An solchen Tagen schlagen sie erbarmungslos zu. Sie, die Einsamkeit und ihre Freunde Genervtsein, Zweifel und Ungeduld. Eine miese Bande....
17. Januar 2018
Heute ist kein Tag zum Schreiben. Zwei Sätze habe ich gerade mal so aufgeschrieben, zwei Sätze, die man auch gleich wieder streichen kann, da sie die Geschichte nicht voran bringen. Sie schaden nicht, sie nützen aber auch nichts. Auch kein Tag zum italienisch lernen, denn nichts bleibt hängen. Als wären Löcher in meinem Gehirn. Große Löcher. Wie weit bin ich mit meinem neuen Roman?Im ersten Drittel. Dem schwierigsten, da hier so viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Haarfarben,...
19. Dezember 2017
In diese Küche hatte ich mich schon auf den Fotos der Immobilienanzeige verliebt. Nun sitze ich hier, bin ein paar Tage allein auf meinem toskanischen Hügel und allein heißt hier: Allein! Keine Nachbarn in Sichtweite, keine Stadtgeräusche. Absolute Stille. Nur die Katzen sind mein Seismograf. Entweder, sie spitzen die Ohren, weil sie etwas Ungewöhnliches hören und machen mich damit wahnsinnig oder sie liegen völlig entspannt neben mir, so wie jetzt. Dann entspanne ich auch. Im Februar, mein Gott
13. Oktober 2017
Da ist er!!!! Mein zweiter Roman "Die dreckigen Dreißiger", erschienen am 1.10 2017 und bei Amazon erhältlich. Er hält sich seit Erscheinen tapfer in den Top 100 in der Kategorie Belletristik/Humor. Ja, die Erzählstimme hat durchaus Humor, aber es gibt auch dramatische Elemente und ich weiß gar nicht, ob es die richtige Unterkategorie ist. Ich werde es im Auge behalten. Ich wünsche meinem Buch einen guten Start und später einen guten Platz in der Buchwelt. Gerade habe ich gelesen, dass...
15. September 2017
Mein neuer Roman heißt: "Die dreckigen Dreißiger" und soll am 1.10.2017 veröffentlicht werden. Das sind die Fakten, die ich jetzt schon verraten kann. Die Lektorats-und Korrektoratsdurchgänge sind abgeschlossen und ich hoffe, wir haben allen kleinen und großen Fehlern den Garaus gemacht! Im Moment ist das Manuskript beim Buchsatz und der Covergestaltung. Das Setzen des e-books und der Printausgabe dauert seine Zeit. Ich freue mich über die Nachrichteneingänge des Buchsetzers mit dem...
15. April 2017
Nachdem ich erfahren habe, dass der Karfreitag in Italien nicht so ein Feiertag ist wie in Deutschland, schleppe ich mein schweres Paket zur Post in Lorenzana, die tatsächlich geöffnet hat. Das Paket soll auf die lange Reise zu meiner Tochter nach Portland/Oregon gehen. Die kleine Postfrau, mindestens einen Kopf kleiner als ich, schaut entsetzt und sagt als Erstes: »No«. »No?«, ich schaue auch entsetzt. Ich dachte, das ist Poste Italiane? Da sie mich nicht wegschickt, zeige ich ihr meinen...
15. Dezember 2016
Meine innere Schreiberin weiß, was zu tun ist. Weiß, was geschrieben werden möchte. Was raus muss. Sie hat unzählige Geschichten parat. Manchmal nur einen Titel, manchmal lediglich das Ende oder einen Anfang. Einen ersten Satz. Sie schreibt jeden Tag. Morgens oder abends. Morgens und abends. Jeden Tag. Ist sie verhindert, klagt sie über Entzugserscheinungen. Ein Kribbeln in den Fingern, unruhigen Herzschlag, zu flache Atmung. Ich finde, sie übertreibt. Aber ich gebe ihr den Raum, den sie...
03. September 2016
Schleichend neigt sich der Tag. Vor mir öffnet sich das Meer und hinter mir, im Rückspiegel, verschwindet die glutrote Sonne hinter den Bergen. Gleich. Gleich sitzt Du im Flugzeug und hebst ab. Bist weg. Ich zögere das Nachhause fahren hinaus, fahre Umwege, halte hier und halte da. Habe Angst in das stille Haus zurück zu kommen. Dein präsentes Fehlen zu fühlen, all Deine Sachen zu sehen und zu wissen, lang wird die Zeit sein. Sehr lang. Habe Angst vor dem verschwindendem Wir und dem...

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