Tagebuch des Schreibens

Manche Tage sitze ich vor dem Bildschirm,

starre ihn an und wir spielen das Spiel:

Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

 

Ich verliere immer.

Bewege mich zuerst.

Lege die Hände auf die Tastatur und schaue, was passiert.

Schreibe zum Warmwerden ellenlangeohnepunktundlommasätze.

Nur so zum Spaß.

Spiele mit den Wörtern,

Wortspiele,

Wörterspiele,

Spielworte,

Orte,

Torte,

Tor.

 

Und plötzlich fügen sich die Worte wieder dem Fluss des Denkens.

Wollen geschrieben werden.

Ich schreibe eine kleine Szene vom Tag,

tauche ein in das Bild,

will das Geschriebene eher fühlen als lesen

und endlich, endlich steht die Szene.

 

Befriedigt, zufrieden, alles gut.

 

Ich weiß schon, dass wir morgen wieder dieses Spiel spielen.

Ich bin bereit.

 

 

 

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